Einsatzdetails:
- Einsatznummer: 68-2026
- Alarmierungszeit: 29. Juni 2026, 16:47
- Einsatzdauer: 2 Stunden 28 Minuten
- Einsatzart: H GAS 2
- Einsatzort: Waldeck
- Einsatzleiter: Andreas Przewdzing
- Einsatzkräfte und Fahrzeuge:
- Netze: Florian Waldeck 5/40 (Mittleres Löschfahrzeug)
- Sachsenhausen: Florian Waldeck 8/11 (Einsatzleitwagen) , Florian Waldeck 8/19 (Mannschaftstransportfahrzeug) , Florian Waldeck 8/23 (Hilfeleistungstanklöschfahrzeug) , Florian Waldeck 8/43 (Löschgruppenfahrzeug) , Florian Waldeck 8/65 (Wechsellader mit Abrollbehältern)
- Stadt Waldeck Fachgruppen: Führungsteam
- Waldeck: Florian Waldeck 9/19 (Mannschaftstransportfahrzeug) , Florian Waldeck 9/40 (Mittleres Löschfahrzeug) , Florian Waldeck 9/43 (Löschgruppenfahrzeug)
- Alarmierungsart: App, Sirene, TETRA Pager
Einsatzbericht:
Am frühen Montagabend wurde ein großes Aufgebot an Einsatzkräften nach Waldeck mit dem Stichwort „Gasleitung beschädigt“ alarmiert. Neben den Kräften der Feuerwehr Stadt Waldeck war auch der Gefahrstoffzug aus Korbach und ein Rettungswagen auf dem Weg zur Einsatzstelle. Beim Baumaßnahmen wurde eine Gasleitung zwischen dem Stadtteil Waldeck und dem Flugplatz Waldeck beschädigt. Große Mengen an Erdgas sind ausgetreten.
Bei unserm Eintreffen befand sich niemand mehr im Gefahrenbereich. Das Ausströmen des Gases war deutlich hörbar. Schnell stellte sich heraus, dass es sich nicht um eine herkömmliche Gasleitung handelt, sondern um eine Hauptleitung. Hier herrschen wesentlich höherer Drücke und Durchflussmengen. Wir positionierten ein Löschfahrzeug in etwa 100 m Entfernung. An dieser Position schlugen unsere mitgeführten Mehrfachmessgeräte keinen Alarm. Dort stellten wir den Brandschutz sicher, um auf ein mögliches Durchzünden vorbereitet zu sein. Weitere Einheiten sperrten den Bereich weiträumig ab.
Alle übrigen Fahrzeuge fuhren einen Bereitstellungsplatz an. Hierzu wurde ein nahe gelegener Parkplatz genutzt. Damit stellten wir sicher, dass sich nur die Kräfte dem Gefahrenbereich nähern, die auch wirklich tätig werden. Aber trotzdem wären die Einheiten im Ereignisfall direkt greifbar gewesen.
Nachdem der Notdienst des Energieversorgers an der Einsatzstelle war, konnte dieser die Abschaltung der Gasleitung durchführen. Aufgrund der hohen Leitungslänge strömte noch einige Zeit weiter Gas aus.
Um eine Gefährdung für die Bevölkerung auszuschließen, führte die Messgruppe des Gefahrstoffzuges Landkreis Waldeck-Frankenberg in und um den Stadtteil Waldeck mehrere Messungen durch. Hierzu wurden zwei spezielle Messfahrzeuge eingesetzt. An keinem der Messpunkte konnte eine Konzentration von Gas festgestellt werden. Danke für die gute Zusammenarbeit.
Die Besatzung unseres Einsatzleitwagens übernahm die Koordinierung der Einsatzstelle. Durch die Vielzahl an Einsatzkräften und Fahrzeugen bestand ein erhöhter Bedarf an Organisation. Die anrückenden Kräfte mussten in den Bereitstellungsraum geleitet werden. Der Funkverkehr zur Leitstelle wurde abgewickelt. Es wurde mit dem Energieversorger kommuniziert. Die Drohne ging in die Luft zur sicheren Beurteilung der Lage am Austrittsort. Es wurden Karten zum Festlegen der Messpunkte ausgedruckt. Und diverse Lagemeldungen und Messergebnisse dokumentiert.
Als keine Ausströmung mehr wahrnehmbar war, begutachtete der Energieversorger die Austrittsstelle. Hierzu wurde unter anderem ein Bagger verwendet, da sich die Beschädigung im Erdreich befand.
Nachdem eine weite Gefährdung ausgeschlossen war, konnten wir unseren Einsatz beenden. Wir haben die Einsatzstelle an den Energieversorger übergeben.









