Bewusstlose Person im Wasser

Einsatzdetails:

Einsatzbericht:

Gegen Abend wurde die Feuerwehr der Stadt Waldeck durch die Leitstelle zu einem Hilfeleistungseinsatz (H WASS Y) alarmiert. Laut Alarmmeldung sollte sich eine Person im kalten Wasser des Edersees am Ostufer bei Scheid befinden. Aufgrund der winterlichen Jahreszeit war von einer akuten Gefährdung auszugehen.

Vor Ort stellte sich die Lage wie folgt dar:
Eine Person war von einem privaten Boot aus bislang ungeklärter Ursache über Bord gegangen, konnte jedoch glücklicherweise durch eine weitere Person, die sich ebenfalls auf dem Boot befand, wieder zurück an Bord gezogen werden. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war das Boot manövrierunfähig und trieb in Richtung Ufer. Laut Meldung auf der Anfahrt bestand höchste Eile: Eine Person sollte bereits untergegangen sein, weshalb ein weiteres Boot der Feuerwehr Hemfurth sowie die Tauchergruppe der Berufsfeuerwehr Kassel nachalarmiert wurden.

Umgehend leiteten die Einsatzkräfte die notwendigen Maßnahmen zur Versorgung der verunfallten Person sowie zum Wärmeerhalt ein. Da das steile Ufer im Bereich Scheid keine sichere direkte Rettung zuließ, wurde das Boot samt verunfallter Person durch die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Waldeck, die in den Wintermonaten das DLRG-Boot besetzen, zur Liegewiese in Scheid geschleppt. Das Boot ließen die Waldecker Kameradinnen und Kameraden am Bootsanleger Waldeck-See vom Trailer zu Wasser und steuerten unter Höchstgeschwindigkeit Scheid an.

An der Liegewiese erfolgte die sichere Rettung über den Steilhang des Uferbereichs mittels Schleifkorbtrage zum bereitstehenden Rettungsdienst durch die Feuerwehr. Wir leuchteten die Einsatzstellen großflächig aus.

Positiv hervorzuheben ist, dass die Einsatzkräfte beim Eintreffen bereits durch die Anrufer eingewiesen wurden, sodass die Einsatzstelle schnell aufgefunden werden konnte. Unabhängig davon stieg unmittelbar nach Eintreffen auch die Feuerwehrdrohne auf, um sich einen schnellen Gesamtüberblick über die Einsatzstelle zu verschaffen und im Bedarfsfall nach weiteren Personen suchen zu können. Das Führungsteam (ÖTEL) koordinierten die Kräfte und Mittel aus dem Einsatzleitwagen heraus.

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