Einsatzdetails:
- Einsatznummer: 82-2026
- Alarmierungszeit: 15. August 2026, 04:00
- Einsatzdauer: 11 Stunden 30 Minuten
- Einsatzart: sonstiges
- Einsatzort: Helminghausen
- Einsatzleiter: Einsatzleitung des Hochsauerlandkreises
- Einsatzkräfte und Fahrzeuge:
- Höringhausen: Florian Waldeck 4/40 (Mittleres Löschfahrzeug)
- Waldeck: Florian Waldeck 9/43 (Löschgruppenfahrzeug)
- Alarmierungsart: Telefon
Einsatzbericht:
Am Donnerstag, den 13. August 2026, kam es nahe des nordrhein-westfälischen Ortes Helminghausen zu einem größeren Vegetationsbrand. Das Feuer griff im weiteren Verlauf auf ein angrenzendes Waldgebiet über. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit, der hohen Temperaturen und des teils schwer zugänglichen Geländes entwickelte sich ein langwieriger und personalintensiver Einsatz.
Bereits am Donnerstag unterstützten zahlreiche Feuerwehren aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg die Einsatzkräfte vor Ort. Am Freitagabend erreichte ein weiteres Hilfeersuchen das Land Hessen. Daraufhin wurden zusätzliche Katastrophenschutzeinheiten aus Nordhessen in Voralarm versetzt. Auch Kräfte der Feuerwehr der Stadt Waldeck wurden für den überörtlichen Einsatz eingeplant.
Mit einem LF 10 KatS, einem MLF sowie insgesamt 15 Einsatzkräften aus verschiedenen Stadtteilen machten wir uns am frühen Samstagmorgen auf den Weg. Pünktlich um 04:00 Uhr verlegten die Waldecker Kräfte zunächst zu einem Sammelpunkt bei Diemelstadt-Rhoden. Dort wurden weitere Einheiten aus dem gesamten Landkreis Waldeck-Frankenberg sowie aus anderen nordhessischen Landkreisen gesammelt und zu einem gemeinsamen hessischen Einsatzkontingent zusammengeführt.
Anschließend verlegte das gesamte Kontingent in einen Bereitstellungsraum in unmittelbarer Nähe des Einsatzgebietes. Von dort aus wurden die einzelnen Löschzüge gezielt zu ihren jeweiligen Einsatzabschnitten und Aufgaben abgerufen.
Unsere Aufgabe bestand gemeinsam mit weiteren Einheiten aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg darin, einen betroffenen Steilhang systematisch nach verbliebenen Glutnestern abzusuchen. Gefundene Glutnester wurden mit Handwerkzeugen freigelegt und anschließend gezielt abgelöscht.
Die Arbeiten waren körperlich anspruchsvoll: Hohe Temperaturen, steiles und teilweise schwer zugängliches Gelände sowie die intensive Suche nach versteckten Glutnestern stellten die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. Gerade bei Vegetations- und Waldbränden können sich Glutnester tief im Boden oder unter Wurzeln und Vegetationsschichten halten und auch nach längerer Zeit erneut aufflammen. Entsprechend gründlich mussten die betroffenen Bereiche kontrolliert und nachbearbeitet werden.
Der Einsatz zeigte eindrucksvoll, wie gut die Zusammenarbeit von Feuerwehren und Katastrophenschutzeinheiten auch über Kreis- und Landesgrenzen hinweg funktioniert. Innerhalb kurzer Zeit konnten zahlreiche Kräfte aus Nordrhein-Westfalen und Hessen gemeinsam eingesetzt und koordiniert werden.
Auch für die Einsatzkräfte der Feuerwehr der Stadt Waldeck war der Einsatz in dieser Größenordnung eine wertvolle Erfahrung. Topografie und Vegetation im betroffenen Gebiet weisen deutliche Ähnlichkeiten zu vielen Bereichen rund um den Edersee auf. Das Arbeiten an steilen, bewaldeten Hängen und die Suche nach Glutnestern lieferten daher wichtige praktische Erkenntnisse, die wir auch für mögliche zukünftige Wald- und Vegetationsbrände in unserem eigenen Stadtgebiet mitnehmen können. Wir bedanken uns bei den anderen eingesetzten Einheiten, Logistikkomponenten und der lokalen Einsatzleitung für die sehr gute Zusammenarbeit.
Nach einem langen und anstrengenden Einsatztag konnten unsere Kräfte schließlich die Rückfahrt nach Waldeck antreten.









