Einsatzdetails:
- Einsatznummer: 80-2026
- Alarmierungszeit: 26. Juli 2026, 10:00
- Einsatzdauer: 176 Stunden
- Einsatzart: F BSD
- Einsatzort: Larp-Gelände, Waldeck
- Einsatzleiter: Andreas Przewdzing
- Einsatzkräfte und Fahrzeuge:
- Dehringhausen
- Freienhagen: Florian Waldeck 3/63 (Kleinlastkraftwagen)
- Höringhausen
- Netze
- Nieder-Werbe
- Ober-Werbe
- Sachsenhausen
- Stadt Waldeck Fachgruppen: Drohnengruppe
- Waldeck
- Alarmierungsart:
Einsatzbericht:
Ein besonderer Einsatz ging zu Ende. An 8 Tagen stellten wir rund um die Uhr beim Drachenfest in Waldeck mit insgesamt 91 verschiedenen Einsatzkräften aus allen Stadtteilfeuerwehren den Brandsicherheitsdienst. Mit 1.100 Einsatzstunden war dies der längste Einsatz seit jeher. Und wir können zusammenfassen: Es war eine tolle Veranstaltung, große Kameradschaft untereinander sowie eine Freundlichkeit und Dankbarkeit der Teilnehmer zu spüren, die wir in diesem Umfang noch nie erleben durften.
Nun etwas ins Detail:
Schon während der Anreise der Teilnehmer und beim Aufbau der Lager besetzten wir unsere Drachenfest-Wache. Über den kompletten Zeitraum waren sechs Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort. Diese wurden in einem 3-Schicht-System, mit Früh-, Spät-, Nachtschicht, ausgewechselt.
In allen Schichten führten wir mehrere Kontrollgänge durch und sorgten für Sicherheit. Spätestens dort zeigte sich das riesige Gelände. Ein gesamter Rundgang dauerte ca. 2 Stunden. Vorbei an hunderten Zelten, Burgen, Kampfplätzen und Lagern. Und spätestens hier merkten alle, was die Veranstalter bei der Infoveranstaltung damit meinten, welche Wertschätzung der Feuerwehr gegenüber gebracht wird. Unzählige Male hörten wir Rufe „Ehre der Feuerwehr“ oder „Danke für Eure Arbeit“. Das haben wir so bei einem Brandsicherheitsdienst noch nie erlebt.
Unsere Wache befand sich neben der des Malteser-Rettungsdienstes, diese war ständig mit mehreren Rettungswagen und Notärzten besetzt. Die Malteser waren neben der Patientenversorgung auch für die Verpflegung der Einsatzkräfte zuständig. Somit waren wir im Tagesverlauf bestens mit Frühstück, Mittagessen und Abendessen versorgt.
Zum Überblick über das riesige Gelände war unsere Drohnengruppe an 3 Tagen da, um Luftbilder zu erstellen.
Die Einsatzlagen:
Neben den Kontrollgängen, die aufgrund der enormen Trockenheit und Nutzung von Feuerstellen überall besondere Brisanz hatten, waren wir mehrfach tätig. Wir löschten rauchende Mülltonnen, kontrollierten aufgeblähte Akkus, explodierte Gaskartuschen oder schwelende Holzbalken. Zur Unterstützung des Rettungsdienstes rückten wir ins unwegsame Gelände aus und halfen beim Transport.
Von den Teilnehmern wurde auch alles dafür gegeben, dass möglichst erst gar kein Einsatz für uns entsteht. Mehrfach am Tag kamen Anfragen zur Sicherheit bei Feuerstellen oder bei der Benutzung von Pyrotechnik. An nahezu jeder Feuerstelle stand ein Eimer mit Wasser bereit und durch die Teilnehmer wurde eine große Menge an Feuerlöschern vorgehalten.
Bei besonderen Veranstaltungen, wie der beeindruckenden Eröffnung mit einer Rauch- und Feuershow waren wir mit Löschrucksäcken präsent, um bei Bedarf sofort tätig zu werden. In der historischen Stadt fühlten auch wir uns zwischen Tavernen, Badehäusern, Casinos und vielem mehr wie in einer vergangenen Zeit. Dort fanden abends Feuershows statt, die wir absicherten.
Größere Vorkommnisse gab es nicht. Dafür konnten wir durch unseren Einsatz in Kombination mit einer top Organisation durch die Veranstaltungsleitung gemeinsam sorgen. Unser Stadtbrandinspektor war seit vielen Monaten bei allen Planungen fester Bestandteil. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit der Organisation und den Maltesern und freuen uns aufs nächste Jahr.











