Am 15. September rückten die Feuerwehren aus Ober-Werbe, Nieder-Werbe, Sachsenhausen und Höringhausen zur gemeinsamen Übung an den Klosterberg in Ober-Werbe aus. Alarmiert wurde mit dem Einsatzstichwort F Wald 1. Ungefähr 200 Quadratmeter Wiese und Wald brannten oberhalb des Naturschutzgebietes Langer Stein und drohten, sich weiter in das geschützte Areal auszubreiten. Nach dem Eintreffen der ersten Kräfte am Klosterberg wurde umgehend ein Rohr zur Brandbekämpfung vorgenommen, doch ein Löschen war ohne Weiteres nicht möglich. Die Einsatzstelle befand sich außerhalb der Ortslage, sodass die Versorgung mit Löschwasser die erste Herausforderung darstellte. Drei Löschfahrzeuge wurden für den Pendelverkehr eingeplant und am Feuerwehrhaus Ober-Werbe fortlaufend mit Löschwasser betankt, um es an der Einsatzstelle wieder in einen Faltbehälter zu entleeren.
Neben der direkten Bekämpfung des Brandherdes stand auch die Sicherung der angrenzenden großen Waldfläche im Fokus. Da an der Einsatzstelle lediglich eine Tragkraftspritze zur Verfügung stand, wurde improvisiert über Tauchpumpen und weitere C-Rohre eine Riegelstellung an der angrenzenden Waldfläche eingerichtet. Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit leuchteten die Einsatzkräfte die Umgebung großflächig aus. Um sicherzustellen, dass auch der Waldboden ausreichend abgelöscht wurde, durchnässten die Einsatzkräfte den Boden mit einer Kombination aus Wasser und Netzmittel.
Das angenommene Feuer wurde durch eine Wandergruppe gemeldet. Eine erste Erkundung ergab, dass diesen Personen vermutlich der Fluchtweg durch das Feuer abgeschnitten wurde und sie sich nun im Bereich des Langen Steins aufhielten. Nach erfolgreicher Brandbekämpfung konnten sich die Besatzungen zweier Fahrzeuge weiter in das Gelände vorarbeiten und trafen dabei tatsächlich drei Personen an, die teilweise schwer, teilweise etwas leichter verletzt waren. In dem sehr unwegsamen und teilweise steilen Gelände erwiesen sich die Kenntnisse der Fachgruppe Absturzsicherung als hilfreich, sodass die Patienten fachgerecht mittels Schleifkorbtragen an die vorhandenen Rettungsmittel übergeben werden konnten.






